Nachhaltigkeit 2026: Warum wir als DIE6 jetzt handeln müssen

05. März 2026 | Allgemein
Eine Gruppe von Kindern steht mit einer erwachsenen Person an einer handbetriebenen Wasserpumpe im Freien. Die erwachsene Person betätigt die Pumpe, während ein Kind Wasser in einen Behälter füllt. Die anderen Kinder schauen lächelnd zu. Im Hintergrund stehen grüne Bäume, die Szene wirkt lebendig und gemeinschaftlich.

Liebe Blogfreundinnen und Blogfreunde von DIE6,

die Spielregeln in Sachen Nachhaltigkeit ändern sich – und zwar spürbar.

Mit der neuen EU-Richtlinie Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EmpCo) beginnt ein neues Kapitel für unsere Branche. Nachhaltigkeitsversprechen sind künftig keine wohlklingenden Marketingformulierungen mehr, sondern rechtlich überprüfbare Aussagen.

Für uns im Werbemittelhandel heißt das: Nachhaltigkeit wird vom Verkaufsargument zur Managementaufgabe. Und das betrifft uns alle – Lieferanten, Gesellschafter und Vertriebsmitarbeitende gleichermaßen.

Ohne belastbare Daten keine sichere Argumentation

Wir alle kennen Kundengespräche, in denen Begriffe wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig produziert“ fallen. Ab 2026 gilt: Solche Aussagen brauchen noch mehr Substanz als bisher.

Was bedeutet das konkret:

Eine verlässliche Grundlage und eine überprüfbare Darstellung erfolgt über den Corporate Carbon Footprint (CCF) – also die vollständige Erfassung der unternehmenseigenen Emissionen.

Empfehlenswert ist der zusätzliche Product Carbon Footprint (PCF) . Gerade bei Textilien, Elektronikartikeln, individualisierten Produkten oder Importware mit komplexer Logistik müssen Materialien, Gewichte, Veredelungen und Transportwege sauber berechnet werden. Schätzwerte reichen künftig nicht mehr aus. Gefordert sind nachvollziehbare, revisionssichere Daten.

Was bedeutet das konkret?
• Für Lieferanten: Transparente Datengrundlagen werden zum Verkaufsargument – und zur Eintrittskarte in stabile Partnerschaften.
• Für Gesellschafter: Investitionen in Bilanzierung, Prozesse und Dokumentation sind keine Kostenstelle, sondern Risikominimierung.
• Für den Vertrieb: Gute Daten schaffen Sicherheit im Kundengespräch – und verhindern spätere Haftungsprobleme.
• Für Kunden: Sicherheit beim Einkauf und auf Wunsch Product Carbon Footprint Kompensationen.

Wir lassen Sie nicht im Stich, sondern unterstützen bei der Ermittlung der notwendigen Werte, oder vermitteln an einen starken Partner.

Was wir künftig nicht mehr sagen dürfen

Die EmpCo-Richtlinie setzt klare Grenzen. Unzulässig werden unter anderem:
• „umweltfreundlich“ ohne Nachweis
• „klimaneutral“ ausschließlich durch Ausgleich
• eigene Labels ohne unabhängige Prüfung
• prozentuale Verbesserungen ohne Vergleichsbasis
• „100 % recyclebar“ ohne reale Infrastruktur
• Zukunftsversprechen ohne messbare Zwischenziele

„Greenwashing“ wird allgemein nicht mehr als Kavaliersdelikt behandelt – sondern kann Abmahnungen und Reputationsschäden nach sich ziehen. Ab September 2026 wird die Umsetzung in Deutschland konsequent kontrolliert. Wer dann keine klaren Prozesse etabliert hat, geht unnötige Risiken ein.

Gerade im Vertrieb gilt: Schnelligkeit darf nicht auf Kosten der Rechtssicherheit gehen. Ein sauber formulierter Claim ist heute kein Marketingdetail mehr – sondern ein Compliance-Thema

Fazit: Nachhaltigkeit ist 2026 mehr als nur eine Option

Für uns als Gemeinschaft im Werbemittelhandel bedeutet die neue EU-Richtlinie EmpCo 2026 keinen Trend – sondern einen Paradigmenwechsel. Wer jetzt investiert, gewinnt Vertrauen – bei Kundinnen und Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Somit müssen wir Nachhaltigkeit noch mehr als bisher zu einer überprüfbaren Leistung machen – nur dann bleiben wir zukunftsfähig.